Potosí

20.04.2026 
 

Mit einer Lage auf etwa 4.000 m Seehöhe ist Potosí mit knapp 200.000 Einwohnern eine der höchstgelegenen Großstädte der Welt. Im frühen 17. Jahrhundert war sie durch den Silberreichtum des Berges Cerro Rico (Reicher Berg) eine der größten Städte der Welt. Noch heute ist die Stadt von den Silber- und Zinnvorkommen abhängig. 

 Bis Potosí war die Straße wirklich sehr gut, aber kaum waren wir in der Stadt, war sie in einem verheerenden Zustand mit riesigen Schlaglöchern. Die Straßen waren auch teilweise super steil. Eine sind wir mit unserem Chevy nicht hochgekommen und mussten wieder umkehren. An den Tankstellen zeigte sich hier das gleiche Bild wie schon in Uyuni: kilometerlange Staus von Lastwagen und Autos. Nur gut, dass wir genug Benzin dabei hatten. Nachdem wir unseren Chevy sicher geparkt hatten, sind wir noch ein bisschen durch die Altstadt gelaufen.
 
Glockenturm



Edificio del Club Internacional

Plaza 10 de Noviembre

 

Kathedrale

historischer Verwaltungssitz








Casa Nacional de Moneda

Kirchturm der Jesuitenkirche



Einen Stellplatz haben wir an einem Sportplatz gefunden. Nicht weit davon sollte am nächsten Morgen unsere Minentour beginnen.
 

 
 
21.04.2025
 
Für heute Morgen hatten wir eine Minentour mit Wilson gebucht. Er arbeitet selbst in der Mine und bietet geführte Touren an. Mit unserem klapprigen Bus
 

ging es als erstes zu einer Stelle, an der die Steine gewaschen werden.
 






Eigentlich sollte es dann zu dem Markt für die Minenarbeiter gehen, bei dem man u.a. auch Dynamit kaufen kann, aber es war so viel Verkehr und Stau in der Stadt, dass wir gleich zur Mine gefahren sind. Hier arbeiten die Minenarbeiter wirklich noch unter erschwerten Bedingungen.
 










Gleich geht es in den Cerro Rico, den Reichen Berg.
 




Hier sieht man den "Tío", der als Besitzer der Unterwelt und der Berge gilt. Die Bergleute bringen ihm Geschenke wie Alkohol, Kokablätter und Zigaretten dar, um ihn gnädig zu stimmen und Schutz vor Unfällen zu erbitten.


 
Nach der Tour hat uns der Fahrer noch etwas Benzin besorgt.
 


Wir sind mit dem Auto näher ans Zentrum gefahren, was bei den Straßen in Potosí schon ein kleines Abenteuer für sich war.
 


Auf dem zentralen Platz hat heute eine Demo für besseres Schulessen stattgefunden. Auf den ersten Blick sah es so aus, als wenn die Großmütter demonstrieren würden, da die Frauen alle Tracht anhatten und auch in den Gesichtern schon so alt aussahen. Aber es waren tatsächlich hauptsächlich die Mütter, die hier gesessen haben. Die typische Kleidung einer Cholita, wie die indigene Frau in Bolivien und Peru bezeichnet wird, besteht aus einem Überrock, bis zu zehn Unterröcken, einem Schultertuch und einem Hut. Durch die vielen Lagen an Kleidung erscheinen diese Frauen meist als rundlich und übergewichtig.
 






 
Frank hat sich noch die Schuhe putzen lassen.
 



Als die Schule aus war, ist hier kurzzeitig das totale Chaos ausgebrochen. So viele Menschen, die plötzlich auf der Straße waren.
 



Auf dem Markt haben wir noch etwas gegessen. Die Besitzerin des Standes war zwar super nett, hat uns wohl aber über den Tisch gezogen, da wir viel mehr als gewöhnlich bezahlt haben. Für uns war es aber immer noch günstig.
 


Ein letzter Blick auf Potosí:
 
 
Unser nächstes Ziel war Sucre, wo wir uns wegen schlechtem Wetter ein Zimmer gegönnt haben.
 
 
 
 
 

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