12.06.2025
Die Straße zwischen Rio Verde und Aquidauana ist wegen ihrer vielen Termitenhügel und einer hohen Wahrscheinlichkeit, hier Ameisenbären zu sichten, bei Reisenden als Ameisenbärenstraße bekannt. Wir sind in Rio Verde gestartet und haben als erstes eine Schlange, wahrscheinlich eine Sandrennnatter, gesehen.
Zunächst war die Straße ziemlich enttäuschend, da es vor allem Industrie und große Kuhweiden gab. So haben wir uns erstmal ein schönes Plätzchen etwas abseits der staubigen Straße gesucht und eine lange Pause gemacht. Irgendwann wurde es dann aber doch ein bisschen langweilig und obwohl wir gelesen hatten, dass man die größte Chance auf einen Ameisenbär in der Dämmerung hat, sind wir dann doch gegen 14 Uhr wieder aufgebrochen. Kurz darauf konnten wir unseren Augen kaum trauen, denn auf einer Rinderweide haben wir fast ein Dutzend Ameisenbären gesehen. Und das, entgegen aller Voraussagen, mittags um 15 Uhr! Verrückt!
Nun konnten wir ganz entspannt weiter fahren, denn unsere Mission Ameisenbär war hiermit erfüllt. Gesehen haben wir heute noch einen Pampashirsch
und einen Passionsblumenfalter.
Einen Stellplatz haben wir an einer Straße hinter einem Gebüsch gefunden (Photo vergessen). Hier sind abends noch ganz viele große Gelbbrustaras vorbeigeflogen, aber es war schon zu dunkel, zum Photografieren.
13.06.2025
Heute Morgen extra früh aufgestanden, um die Papageien im Morgenlicht zu erwischen, da sind sie einfach gar nicht hier vorbeigekommen. Schade! Nachdem wir noch ein paar Tiere entdeckt hatten
| Rubintyrann |
Stirnbandibis |
| Pampashirsch |
| Goldstirnsittich |
Nandus |
sind wir Anni und Bene begegnet, mit denen wir die Bootstour gemacht hatten. Die beiden waren seit 5 Uhr morgens unterwegs und hatten noch keinen Ameisenbären gesehen. Wie es immer so ist: man muss einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das waren wir kurze Zeit später, als wir endlich ein Gürteltier gesehen haben, das nicht schnell wieder verschwunden ist. Es war so vertieft mit seiner Grabung, dass es sich selbst von einem vorbeibretternden LKW nicht stören ließ. Die beste Voraussetzung für ein paar schöne Photos.
Das sollte nicht unser einziges Highlight heute bleiben. Als wir den Chevy auf seinem Stellplatz für die Nacht geparkt hatten, haben wir noch eine Privatvorstellung von einem kleinen Ameisenbären bekommen, der sich in aller Ruhe nicht weit von uns geputzt und gestreckt hat und sich gar nicht hat stören lassen. Zu niedlich!
14.06.2025
Inzwischen sind wir etwas von der Hauptroute abgewichen, da wir dachten, wir könnten mal ein bisschen in die Berge fahren, die um uns herum sind, aber das ist leider nicht möglich, da dort keine Wege hinführen. Gesehen haben wir leider nicht mehr viel.
Einen Stellplatz haben wir vor einer Eukalyptusplantage gefunden. Nachts um halb 12 hat es plötzlich an unser Auto geklopft. Draußen standen ein paar Betrunkene, die ständig auf Portugiesisch auf uns eingeredet haben. Wir hatten die Vermutung, dass sie etwas zu trinken haben wollten, konnten sie aber mal wieder nicht verstehen und Englisch oder Spanisch konnte natürlich auch keiner. Irgendwann haben sie dann aufgegeben und sind zum Glück weiter gefahren.
15.06.2025
Nach einem unspektakulären Tag sind wir wieder in Aquidauana angekommen, wo wir am Stadtpark übernachten wollten. Hier war zum Sonntagabend noch richtig viel Betrieb und wir sind noch von ein paar Schülern interviewt worden. Die ersten mussten aufgeben, da sie kein Englisch konnten, aber sie haben sich dann Verstärkung geholt. Die Frage war aber sehr überschaubar, es ging nur darum, wie es uns hier gefällt.
16.06.2025
Danach ging es weiter nach Bonito. Auf dem Weg dorthin hat uns ein Steinschlag erwischt.
Den heutigen Morgen dazu genutzt, die Tiervielfalt im Park zu photografieren.
Mamorreiher |
Goldaguti |
| Halsbandwehrvogel |
Danach ging es weiter nach Bonito. Auf dem Weg dorthin hat uns ein Steinschlag erwischt.
Bonito
selber ist ein absolutes Touristenstädtchen, in dem im Moment nicht so
viel los ist. Auffällig waren hier die vielen E-Bikes. Wir haben ein
paar Haubenkapuzineraffen gesehen.
Geschlafen haben wir in einer Sackgasse an einem Kindergarten.
17.06.2025 - 18.06.2025
In
Dourados haben wir an einem Sportplatz gestanden, wo abends sehr viele
Brasilianer ihre Runden gedreht haben. Neben Joggern gab es hier auch
viele Leute, die einfach gegangen sind. Als es dunkel wurde, kam eine
ganze Horde Capybaras vorbei, die dann später auf dem Sportplatz gegrast
haben.
Am
nächsten Vormittag waren wir kurz an einem anderen Park, da wir unseren
Steinschlag reparieren lassen wollten, was erst nachmittags möglich war. Auch
hier haben wir noch ein paar Tiere gesehen.
Geschlafen haben wir noch einmal am Sportplatz, aber heute kamen keine Capybaras vorbei.
19.06.2025
Himmelfahrt
ist hier in Brasilien auch ein Feiertag, deshalb waren wohl schon
morgens um 6 Uhr so viele Jogger hier unterwegs. Wir sind weiter bis Teodoro San
Peio gefahren, wo wir an der Touri-Info übernachtet haben, da wir am
nächsten Tag eine Wanderung machen wollten, aber weder ein Ticket im
Internet kaufen konnten noch den Eingang gefunden haben.
20.06.2025
Wir wollten heute Morgen schon losfahren, um den Eingang zum Wanderweg zu suchen, als tatsächlich jemand zur Touristeninformation kam und diese aufgeschlossen hat. Natürlich konnte die junge Frau auch kein Englisch, aber mit unserem Translator konnten wir ihr klar machen, dass wir gerne die geführte Wanderung machen würden, es aber nicht möglich war, im Internet Tickets zu kaufen. Sie meinte dann, wir sollten kurz warten. Nach und nach kamen noch drei Pärchen und es stellte sich heraus, dass die junge Frau der Guide war und wir ihnen einfach im Auto folgen sollten, da der Eingang ein paar Kilometer weiter weg war. Es war tatsächlich eine geführte Tour und unser Guide hat die Aufgabe sehr ernst genommen und immer mit einem Stock nachgeschaut, dass auch ja nirgends gefährliche Tiere auf uns lauern. Der Weg an sich war eher anspruchslos und tatsächlich etwas langweilig, aber die drei Pärchen, die noch mit dabei waren, waren wirklich freundlich und lustig und konnten zum Teil sogar etwas Englisch, so dass wir wenigstens Spaß hatten.
Es gab noch einen anderen Park, in dem wir uns mit unserer Gruppe noch einmal getroffen und dort noch einen Spaziergang gemacht haben. Leider haben wir keine Tiere gesehen, aber es war trotzdem interessant und lustig. Die Brasilianer sind schon ein enorm freundliches Volk, das kann man nicht anders sagen.
Nach diesem lustigen Tag ging es wieder auf die Straße und zu einer Tankstelle, um dort zu übernachten.
21.06.2025
Weiter bis Campo Murao gefahren. Einen Stellplatz haben wir am Parque do Lago am Rand eines Wohngebietes gefunden.
22.06.2025
Wieder ein Tag im Auto, die Entfernungen sind hier wirklich enorm. Am Mburucuya Park haben wir kurz gehalten, um uns wenigstens mal die Beine zu vertreten.
Danach ging es weiter bis Trilha Manuel Gomez,wo wir direkt am Info-Center geschlafen haben.
23.06.2025
Heute haben wir endlich unser nächstes Ziel erreicht: die Iguazú-Wasserfälle. Den Nachmittag haben wir dazu genutzt, uns Eintrittskarten für die Wasserfälle und den Staudamm zu besorgen. Übernachtet haben wir auf dem Eco-Hostel-Campingplatz, der direkt neben dem Eingang zu den Wasserfällen liegt, so dass wir uns die Parkgebühren für das Auto sparen konnten.
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